Osterinsel

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Die Osterinsel ist ein überzeugendes Beispiel dafür, daß die Wahrheit manchmal seltsamer sein kann als erdachtes. Die dreieckige Insel vulkanischen Ursprungs, mit Seitenlängen von 16 km, 18 km und 24 km, liegt Tausende Kilometer abseits jeglicher Zivilisation.
Die ersten Europäer landeten 1722 an ihrer Küste und sahen die dort aufgestellten Steinstatuen die ins Landesinnere blickten. Gegenüber den Seeleuten nahmen die Bewohner sehr unterschiedliche Haltungen ein. Die einen winkten die Neuankömmlinge freundlich heran, andere verhielten sich misstrauisch und sammelten Steine um sich verteidigen zu können. Als Kapitän Jacob Roggeveen und seine Mannschaft an Land gingen, entdeckten sie drei verschiedene Rassen, die in Eintracht miteinander lebten. Einige Menschen waren dunkelhäutig, einige rothäutig und andere hatten eine überraschend weiße Hautfarbe. Abgesehen von der Neigung das sie alles stahlen was sie sahen, waren sie sehr freundlich. Die Diebstähle führten letzten Endes zu einem Konflikt zwischen den Einwohnern und den Holländern, bei dem Soldaten einige Bewohner erschossen, einige Tage später verließen sie die Insel. 1770 machte eine spanische Expedition aus Peru ähnliche Beobachtungen, die Bewohner der Osterinsel waren noch immer freundlich, das Land kultiviert. Nicht so 4 Jahre später, als Kapitän Cook die Insel anlief. Das Land war vernachlässigt und verödet, die Menschen unfreundlich und bewaffnet, die Statuen umgestoßen, niemand schien sie mehr anzubeten.
Im 19. Jahrhundert war die Insel Ziel für Sklavenjäger, was die Bevölkerung stark dezimierte. Nachdem die Kultur beinahe zerstört war kamen die Europäer um sie näher zu untersuchen. Beim Versuch die Einwohner zu christianisieren, entdeckten Missionare in den Wohnungen kleine Statuen eines Gottes den sie Make-Make nannten. Später fand man auch hölzerne Tafeln in die Schriftzeichen geschnitzt waren. Diese Rongo-Rongo-Tafeln wurden von links nach rechts beschriftet und dann umgekehrt von rechts nach links. Die Bedeutung der Zeichen konnte bis heute nicht entziffert werden.
Die faszinierendste Entdeckung der Osterinsel waren aber die riesigen Moai-Statuen. Viele von ihnen sind 4 - 10 m hoch und wiegen bis zu 20 Tonnen. Einzelne Statuen sind noch größer und wiegen bis zu 90 Tonnen. Sie besitzen außergewöhnlich große Köpfe, haben vorspringende Kinn- partien und verlängerte Ohren, jedoch keine Beine. Einige tragen "Hüte" aus rotem Fels auf dem Kopf. In einem Steinbruch wurden auch unfertige Statuen entdeckt. Es gibt viele Spekulationen, wie die Bewohner diese schweren Figuren transportiert haben. Die Einwohner behaupten, daß die Statuen sich selbst auf ihre Plätze bewegt haben. Man hat heraus gefunden, das die Statuen einen sehr tief liegenden Schwerpunkt haben und sie wahrscheinlich mit langen Seilen von etwa 15 Menschen rasch hochgezogen werden konnten. Interessanterweise existiert in der Sprache der Osterinsel ein Wort, das eine Fortbewegungsart bezeichnet, bei der man langsam, ohne die Beine zu benutzen, weiterkommt.

Unbeantwortet bleibt aber dennoch warum sie erschaffen wurden. Wen stellen sie dar? Warum schauen sie ins Landesinnere und nicht in Richtung Küste? Die Statuen aber schweigen. [sh]

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