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Qin Shi Huangdi
"Erster Kaiser" Chinas (259 - 210 v.Chr.)
Im Jahr 247 übernahm der spätere Kaiser als "Fürst von Zheng" die Herrschaft
im chinesischen Teilstaat Qin. Er eroberte innerhalb von 10 Jahren die übrigen Teilreiche und
erreichte so 221 v.Chr. die Einigung Chinas. Daraufhin gab er sich selbst den Titel "erhabener
Herrscher"
[chines.: "huangdi"] und ging als "Der Erste Kaiser" [shi huangdi] und Gründer
der Qin-Dynastie in die Geschichte ein.
Unter seiner Herrschaft wurde das Verwaltungssystem der Qin auf das gesamte Reich ausgedehnt.
Außerdem führte er eine Reihe von Vereinheitlichungsmaßnahmen durch, die die staatliche
Zentralgewalt zusätzlich stärken sollten. Shi Huangdi wird in den chinesischen Quellen als
grausamer und despotischer Herrscher geschildert. Allerdings stammen diese Berichte aus der nachfolgenden
Han-Dynastie und gehorchen einer Tradition der chinesischen Geschichtsschreibung: Man stellt die Fehler
der vorangegangenen Dynastie übertrieben dar, um deren Sturz im nachhinein zu rechtfertigen.
Bis zur heutigen Zeit haben sich die Reste der unter seiner Herrschaft errichteten Bauwerke erhalten:
Zur Verteidigung gegen die Steppennomaden im Nordosten des Reichs, ließ Shi Huangdi eine Reihe alter
Befestigungswälle aus der Zeit um 300 v.Chr. zu einer Großen Mauer verbinden. Ein Kanal, mit
dem er Nebenflüsse des Yangzi und des Perlflusses (Zhu Jiang) verbinden ließ, bildete bis in
die Neuzeit die wichtigste Transportverbindung zwischen Guangdong und dem Norden Chinas.
Am berühmtesten ist jedoch das Mausoleum, das Shi Huangdi im Innern des Berges Li, 50 km
östlich der damaligen Hauptstadt Xianyang (heute in der Nähe von Xi'an), erbauen ließ.
Das Grabmal, in dem sich eine Armee von mehreren tausend Soldaten aus Ton befindet, wurde 1974 entdeckt
und von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Shi Huangdis großartige Bauten trugen aber auch zum Untergang der Qin-Dynastie bei. Aus dem Volk
wurden Tausende von Zwangsarbeitern zur Durchführung dieser Projekte rekrutiert; zahllose Menschen
starben bei den Bauarbeiten. Da außerdem der Adel mit der Politik des Kaisers unzufrieden war, kam
es nach seinem Tod 210 überall im Land zu Aufständen. Sein Sohn und Nachfolger konnte die
Herrschaft nicht festigen. 207 wurden die Qin-Truppen geschlagen, 206 gründete Liu Bang die
Nachfolgedynastie der Han.

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