Burckhardt, Johann Ludwig

Schweizer Orient- und Afrika-Reisender, (24.11.1784 - 15.10.1817)

Burckhardt gilt als einer der großen Erforscher von Orient und Afrika. Nachdem er sich über Jahre als Muslim ausgab und sich seiner Umwelt angepaßt hatte, trat er zum Islam über.
Die britische Afrikanische Gesellschaft beauftragte Johann Ludwig Burckhardt 1806, das Werk von Friedrich Konrad Hornemann fortzusetzen, nämlich das Rätsel um den Niger (Fluß) zu lösen.
In den Jahren 1809 bis 1812 reiste Burckhardt nach Syrien und Palästina sowie durch das Ostjordanland und die Wüste des Sinai (Insel) nach Kairo. Im letzten Jahr dieser Reise entdeckte er die Ruinen von Petra.

1813 bereiste Burckhardt als erster Erforscher Nubien, indem er sich wiederum als Muslim ausgab und sich einheimischen Karawanen anschloß. Über Schendi und Berber gelangte der Reisende nach Suakin am Roten Meer. Neben der genauen karthographischen Aufnahme seiner Reisen gelang es ihm auch, die Tempelanlagen von Abu Simbel aufzufinden. Bevor er 1815 wieder nach Kairo zurückkehrte, besuchte Burckhardt als erster Europäer - verkleidet als Pilger - die heiligen Städte des Islam: Mekka (1814) und Medina (1815).

Nach einer weiteren Forschungsreise auf die Halbinsel des Sinai erlag Burckhardt 1817 einer Krankheit.

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Lichtblicke

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