Gilgamesch-Epos

babylonisches Heldenepos über Gilgamesch, den König von Uruk

Das Gilgamesch-Epos ist das älteste überlieferte Epos überhaupt und zugleich das wichtigste Werk der babylonischen Literatur. Es basiert auf verschiedenen sumerischen Überlieferungen und wurde zuerst um 2000 v.Chr. anonym aufgezeichnet; eine jüngere sog. ninivetische Fassung entstand etwa um 1200 v.Chr. und besteht aus zwölf Tontafeln mit insgesamt über 3000 Versen.

Protagonist des Epos ist der mythische König Gilgamesch, der um 2600 v.Chr. über Uruk (Süd-Babylonien) herrschte und als Gott (später als Gott der Unterwelt) verehrt wurde (siehe auch Herrscherkult). Geschildert werden die heldenhaften Abenteuer, die Gilgamesch zusammen mit dem Tiermenschen Engidu, seinem einstigen Feind, erlebt (u.a. Kampf gegen den Riesen Chumbata und den Himmelsstier). Nach Engidus Tod sucht Gilgamesch seinen weisen Ahnen Utnapischtim am Ende der Welt auf, um das Geheimnis der Unsterblichkeit zu erfahren. Utnapischtim erzählt ihm von einer großen Flutkatastrophe (hier finden sich Parallelen zur alttestamentarischen Sintflut-Geschichte). Auf den Rat Utnapischtims hin unternimmt Gilgamesch Bestrebungen, das ewige Leben zu erlangen; er muß jedoch ohne Erfolg in seine Heimatstadt zurückkehren.

Das Gilgamesch-Epos fand weite Verbreitung und war von großem Einfluß auch auf andere Kulturen und deren literarische Werke.

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