Pizarro, Francisco

Marqués de los Charcas y de los Atabillos, spanischer Konquistador, (um 1478 - 1541)

Pizarro wurde um 1475 als unehelicher Sohn eines spanischen Hauptmanns geboren. Ab 1510 nahm er an verschiedenen Expeditionen in Mittelamerika teil. Von Panama aus stieß er gemeinsam mit Diego de Almagro und Pater Hernando de Luque an der Westküste Südamerikas über Kolumbien und Ecuador bis nach Peru vor und entdeckte dort das Reich der Inka. 1528 reiste er nach Spanien, um sich von Karl V. mit der Eroberung des Inkareichs beauftragen zu lassen. Karl V. ernannte ihn zum Statthalter von Peru und Vizekönig und gab ihm weitreichende Vollmachten, durch die er den Oberbefehl über das Unternehmen erhielt.

1531 brach er mit 180 Mann, darunter seine drei Brüder sowie de Almagro und de Luque, auf. In Tumbes ging die Expedition an Land und drang dann weiter über die Anden bis nach Cuzco, der Hauptstadt der Inka, vor. Ohne Widerstand bemächtigte sich Pizarro des Inkakönigs Atahualpa, den er 1533 hinrichten ließ. Im gleichen Jahr gründete er die Stadt Cidudad de los Reyes, das heutige Lima.

Nach der Hinrichtung des Königs brach ein Aufstand der Inka los, der von den spanischen Truppen blutig niedergeschlagen wurde. Bald darauf kam es aber auch unter den Konquistadoren zum Streit, und de Almagro wurde von Pizarro in einer militiärischen Auseinandersetzung geschlagen und kurz darauf hingerichtet. Aus Rache ermordete Almagros Sohn Pizarro drei Jahre später in Lima.

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Lichtblicke

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