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Erechtheus
Erechtheus heißt der mythische König von Athen. Er gilt als Erdgeborener und wird daher, wie
die Giganten, mit Schlangenbeinen dargestellt.
In einigen antiken Quellen wird Erechtheus als Sohn des Erichthonios bezeichnet, an anderen Stellen ist
er mit diesem identisch. Erichthonios seinerseits erscheint in der Überlieferung als Sohn des
Hephaistos und der Erdgöttin Ge. Dem Schmiedegott war bei der Verfolgung der Göttin Athena
Samen auf die Erde geflossen.
Nach seiner Geburt übergibt Athena den Erichthoniosknaben in einer geschlossenen Truhe den
Töchtern des Kekrops, mit der Weisung, den Behälter unter keinen Umständen zu öffnen.
Als diese den Deckel dennoch anheben, sehen sie den Kleinen von Schlangen umgeben. Von diesen gebissen,
verfallen die Mädchen dem Wahnsinn; Erichthonios wird im Tempel der Athena aufgezogen, bis er
athenischer König wird.
Die Sage von Erichthonios gehört zu den Gründungssagen des athenischen Staates. Von dieser
Zeit an - so die Überlieferung - wurden die Athener nicht mehr Kekropiden, sondern Erechthiden
genannt. Den historischen Gehalt dieses Mythos herauszufiltern, ist bis heute nur in Ansätzen
gelungen.
Von dem Dichter Euripides ist eine antike Tragödie mit dem Namen Erechtheus bekannt.

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