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Artemis
griechische Göttin der Jagd und des Tierreichs, Tochter des Zeus und der Leto, Schwester des
Apollon, von den Römern der Diana gleichgesetzt.
In ihr verehrten die Griechen die Keuschheit der unberührten Natur in Mensch und Tier und ihre
Fruchtbarkeit, daher ihre nahe Beziehung zu Baum, Wasser und Mond.
Sie ist Herrin der Tiere (Potnia theron) und lässt sich als solche bis in die minoische Kultur
zurückverfolgen. Auf bildlichen Darstellungen ist sie geflügelt und von Löwen, Hirschen
und Vögeln begleitet. Vor allem aber erscheint sie als jungfräuliche Jägerin, die mit
ihren Beglei- terinnen, den Nymphen, durch die Wälder streift. Mit ihren Pfeilen kann sie wie ihr
Bruder Apollo das Verderben senden. In ihrem Zorn ist sie furchtbar, man denke an Iphigenie, die dann
durch eine Hirschkuh ausgewechselt wurde. Es wird vermutet, dass ihr ursprünglich Menschenopfer
dargebracht wurden. Als Geburtsgöttin brachten die Frauen von Delos ihr Haaropfer zum Zeichen ihrer
Hingabe. Weitere Funktionen sind die der Vegetations- und Fruchtbarkeitsgöttin, in Kleinasien
überschneidet sich ihr Kult mit dem der Großen Göttin. Später wurde Artemis mit der
Mondgöttin Selene gleichgesetzt.

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